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Worauf es bei der Hautpflege wirklich ankommt

Hautpflege

Natürlich, plastikfrei und self-made – längst sind nachhaltiges Körperbewusstsein, Zero Waste und Minimalismus auch in heimischen Badezimmern angekommen. Dabei erfreuen sich nicht nur allerlei Bio-Produkte immer größerer Beliebtheit, sondern auch Rezepturen für selbst gemachte Naturkosmetik.

 

In Foren, Blogs und anderen Online-Ratgebern finden sich dazu unzählige Tipps und Tricks für grüne Alternativen zu handelsüblichen Skin-Treatments. „Wenn es um die eigene Hautgesundheit geht, sollten Beautys allerdings nicht nur auf Inhaltstoffe oder Kosmetiksiegel achten, sondern auch auf eine typ- und hautgerechte Anwendung“, betont Silke van Ghemen, Hair- & Make-up-Expertin und Salonleiterin von Very Poolish.

Zwischen Beauty-Wunder und grünem Alleskönner

Ob Extrakte aus Blüten, Kernen und Harzen, ätherische Öle oder DIY-Pasten mit Schönmachern aus dem Kühlschrank – wer von einem natürlichen Glow träumt, setzt gerne auf die Kraft der Natur. „Grundsätzlich spricht dagegen auch überhaupt nichts. Im Gegenteil. Seit Jahrhunderten werden bestimmte Pflanzen und Mineralien für ihre Wirkung gefeiert. Allen voran Aloe vera“, weiß die Expertin. Als Königin der Heilpflanzen darf sie scheinbar in keiner Skincare-Routine mehr fehlen. Schließlich regt ihr Gel nicht nur die Produktion von Kollagen an, sondern begünstigt auch die Zellregeneration und zaubert einen frischen, geschmeidigen Teint. Also rein in den Garten und ran ans Gemüse? „Ganz so simpel wie gedacht ist es nicht. Schließlich ist die Haut ein ziemlich komplexes Organ. Nur weil sich bestimmte Inhaltstoffe lange Zeit bewährt haben, müssen sie für die eigenen Bedürfnisse nicht immer zwingend das Richtige sein“, gibt Silke van Ghemen zu bedenken. „Also einfach nach Lust und Laune einem Hype zu folgen, lässt im Zweifelsfall nicht nur gewünschte Resultate ausbleiben, sondern auch Mitesser, trockene Stellen oder Rötungen entstehen.“

Glasklare Hautsache

Oft sabotieren schon kleine Dinge den perfekten Teint. „Es bringt beispielsweise wenig, besonders reichhaltige Cremes mit Nachtkerzenöl, Jojoba und Co. zu verwenden, wenn es die Haut eigentlich Feuchtigkeit benötigt“, erklärt der Beauty-Profi. Um hier eine typgerechte Pflege zu etablieren, gilt es daher zunächst herauszufinden, welche Bedürfnisse bestehen. Mit einem kurzen Blick in den Spiegel ist es dabei allerdings nicht getan. „Viel genauer ist eine professionelle Hautanalyse bei der Kosmetikerin des Vertrauens“, rät Silke van Ghemen. Dabei werden in einem Gespräch zunächst das persönliche Hautempfinden festgestellt und die aktuelle Routine besprochen. Auch Faktoren wie Stress, Ernährung, Allergien, Medikamente und Lebensstil spielen eine entscheidende Rolle. Erst im nächsten Schritt wird die Haut an Kinn, Stirn und Wangen unter Einsatz stark vergrößernder Hilfsmittel und Messgeräte genau unter die Lupe genommen. Der Fokus liegt dabei vor allem auf der Bestimmung des Fett- und Wassergehalts in der Oberhaut. Daneben messen erfahrene Kosmetikerinnen auch die Elastizität und beurteilen Pigmentierung, Porengröße und Faltentiefe. „Nach der Auswertung der so erhaltenen Daten liefert jede gut ausgebildete Kosmetikerin Behandlungsvorschläge sowie maßgeschneiderte Produkt- und Pflegeempfehlungen“, unterstreicht Silke van Ghemen. Um bei der Beauty-Routine dauerhaft eine gesunde Balance zu finden, die den Teint dauerhaft strahlen lässt, empfiehlt die Expertin, sich regelmäßig einem Check zu unterziehen. Schließlich ändern sich im Laufe der Zeit auch die Ansprüche der Haut.