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Trainieren oder pausieren? – Worauf Schniefnasen beim Sport achten sollten

Fitness

Husten, Schnupfen, Heiserkeit – für echte Bewegungsenthusiasten ist ein grippaler Infekt häufig kein Grund, das Fitnesstraining sausen zu lassen. Mehr noch: Manche Hobbyathleten sind sogar der Meinung, Erkältungen ließen sich durch eiserne Disziplin einfach wegtrainieren. Watte-im-Kopf-Gefühl? Kein Problem! Ganz so unbekümmert sollte jedoch niemand Einheit nach Einheit absolvieren.

Schwächelt das Immunsystem, wird es anfälliger für weitere Erreger. Damit schlimmstenfalls nicht der gesamte Organismus lahmgelegt wird, gilt es Verantwortung für den eigenen Körper zu übernehmen und rechtzeitig eine Pause einzulegen.

Achtung, Reißleine ziehen

Wie so oft im Leben ist es ratsam, insbesondere im Krankheitsfall auf die Warnzeichen des eigenen Körpers zu hören. Der sogenannte Neck-Check hilft bei einer ersten Einschätzung: Treten Symptome nur Hals aufwärts, beispielsweise in Form einer laufenden Nase, auf, können leichte körperliche Aktivitäten weiterhin ausgeübt werden. Kreuzheben, Kniebeugen und andere ähnlich effektive Übungen beim Krafttraining sollten allerdings auf die Zeit nach der Genesung verschoben werden. Auch auf extreme Ausdauer-Workouts gilt es zu verzichten. Stattdessen empfehlen sich leichte Cardio-Einheiten, die das Herz-Kreislauf-System nicht zu sehr belasten. Warum nicht eine Runde um den Block walken, Sonne tanken und gleichzeitig den Vitamin-D-Speicher füllen? Oder 20 Minuten an der frischen Luft im Wohlfühltempo joggen? Hauptsache, die Bewegung bleibt auf niedrigem Niveau. Zu große Anstrengung verzögert schließlich nicht nur die Genesung. Im Worst-Case-Szenario verschlimmern sich die Symptome und dem angeschlagenen Organismus droht eine möglicherweise lebensgefährliche Herzmuskel- oder Herzbeutelentzündung. Entsprechend sollte bei Gliederschmerzen, Fieber oder geschwollenen Lymphknoten Bettruhe eingehalten werden.

Gut Ding braucht Weile

Auch bei der Frage, wann Hantelstemmen, Kniebeugen und Bankdrücken wieder möglich sind, hängt eine Antwort von der Intensität der Erkrankung und dem eigenen Körpergefühl ab. In der Regel kann jedoch nach zwei beschwerdefreien Tagen die Workout-Routine wieder aufgenommen werden. Trotzdem ist Vorsicht geboten – etwa bei der Einnahme von Medikamenten. So lindern diese etwa die Symptome, ändern jedoch nichts an der Tatsache, dass der Körper noch immer mit dem eigentlichen Infekt zu kämpfen hat. Wer mit Fieber das Bett hüten muss, sollte also mindestens noch eine Woche nach Abklingen der Erkrankung mit dem Wiedereinstig ins Training warten. Ein guter Gradmesser ist hier der Ruhepuls. Sollte dieser um bis zu zehn Schläge in der Sekunde erhöht sein, empfiehlt es sich, die Pause noch ein bisschen zu verlängern.

Ready for Training

Für alle, die nach krankheitsbedingter Sport-Abstinenz aktuell wieder durchstarten möchten, heißt es langsam anfangen und sich vor Minusgraden schützen. Insbesondere bei einem Winter-Workout, ist das Motto ganz klar: Schicht für Schicht führt der altbewährte Zwiebellook zum Erfolg. Damit der Körper weder unterkühlt noch überhitzt, sollte passende Funktionskleidung getragen werden. Sie hält die eigene Wärme am Körper und transportiert gleichzeitig den Schweiß nach außen. Im Idealfall setzt sich das Trainingsoutfit aus einer atmungsaktiven Leggings inklusive flexibler Shorts, einem ärmellosen T-Shirt sowie einem Sweater und einer regenfesten Jacke zusammen. Abhängig von den Wettereinflüssen lässt sich der Dress individuell anpassen. So kann etwa ganz leicht ein Teil ausgezogen werden, wenn der Körper während des Workouts auf Temperatur kommt. Neben der Wahl der richtigen Montur gelingt die Wiederaufnahme auch besser mit einem ausführlichen Aufwärmprogramm. Vor allem in der kalten Jahreszeit brauchen Muskeln und Atemwege draußen eine gewisse Zeit, um sich zu akklimatisieren. Beinschwingen, Hampelmänner, Seilspringen und Co. bringen den Kreislauf optimal in Schwung.

Indoor-Alternativen

Frostbeulen, die von Layering und Lagen-Look beim Sport nichts halten, haben die Option, ihr Fitness-Regime im Studio wieder aufzunehmen. Hier schützen nicht nur vier Wände vor der Witterung – ausgebildete Fachkräfte geben zudem nützliche Hilfestellungen und Tipps. Schließlich können selbst die fleißigsten Sportkanonen immer etwas Neues dazulernen. Mithilfe einer Analyse der Komponenten Kraft, Beweglichkeit, Ausdauer und Koordination lassen sich Schwachpunkte erkennen und gezielt beheben. Dabei gilt es eine Balance zwischen Krafttraining mit Gewichten oder Elastikbändern, Cardio-Sessions, Dehn- und Mobilitätsübungen sowie Rumpf- und Oberkörpertraining zu finden.
Weitere Informationen unter exco.training und excomicro.training

Über den Autor

Tobias Körber gründete in 2020 EXCO Training, eine Marke der SportPlan GmbH. Das einzigartige Konzept verbindet die vier Säulen Beweglichkeit, Kraft, Ausdauer und Koordination zu einem individuellen Training. Die vier Säulen bilden die Basis für ein gesundes und schmerzfreies Wohlbefinden und steigern die individuelle Leistungsfähigkeit. Eine sportmedizinische Analyse und eine umfangreiche Diagnostik bilden die Basis für das Training. Weitere Informationen unter exco.training.

EXCO Geschaeftsfuehrer Tobias Koerber